Projektchronologie
Wechsel im Expertenteam ohne Stimmrecht
Im Expertenteam ohne Stimmrecht kommt es per sofort zu einem Wechsel: Conrad Bissegger tritt als Vertretung der Controllingkommission zurück, Thomas Küng übernimmt diese Funktion. Der Wechsel wurde an der Gemeinderatssitzung vom 15. Januar 2026 bestätigt.
Gemeindeversammlung (25. November 2025)
An der Gemeindeversammlung vom 25. November 2025 informierte der Gemeinderat über den aktuellen Stand des Projekts. Nach der Orientierungsversammlung vom 15. September wurden die Rückmeldungen aus der Bevölkerung aufgenommen und der Projektperimeter erweitert, sodass im laufenden Projektwettbewerb auch die Variante 2 (Standort hinter der Mehrzweckhalle) geprüft werden kann. Weiter wurde die Anzahl der vorgesehenen Parkplätze auf 46 bis 55 erhöht. Der Projektwettbewerb wurde gestartet; die acht eingeladenen Architekturbüros reichen ihre Entwürfe bis März 2026 ein, der Juryentscheid erfolgt im März/April 2026. Danach werden die Projekte der Bevölkerung an einer Vernissage vorgestellt. Für die folgende Detailplanung wird ein neuer Planungskredit benötigt und eine Baukommission eingesetzt.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass alle Informationen und Unterlagen seit Mitte Oktober auf dieser Website verfügbar sind, und erläutert, wie diese aufgefunden werden können. Ergänzend wurde ein neuer WhatsApp-Kanal eingerichtet, der über aktuelle Entwicklungen informiert.

Projektwettbewerb (zurzeit am Laufen)
Der Projektwettbewerb für die Doppelturnhalle ist derzeit im Gange und erfolgt in mehreren Schritten:
- Selektives Verfahren: Die acht im Rahmen der Präqualifikation (2. September 2025) vom Preisgericht und den Experten ausgewählten Teams aus Architektur- und Landschaftsarchitektur dürfen am Projektwettbewerb teilnehmen.
- Einreichung der Unterlagen: Diese Teams reichen Pläne, Modelle und einen Erläuterungsbericht ein. Alle Unterlagen werden anonym eingereicht, um eine objektive Beurteilung zu gewährleisten.
- Preisgericht und Experten: Das Fach- und Sachpreisgericht und die Experten bewerten die eingereichten Projekte nach festgelegten Kriterien wie Architektur, Funktionalität, Freiraumgestaltung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
- Prämierung: Die vier besten Teams erhalten für ihren Aufwand eine Prämie; das siegreiche Team wird zur Weiterbearbeitung des Projekts beauftragt.
Der Zeitrahmen sieht wie folgt aus:
- Oktober 2025, Start Projektwettbewerb
- Februar/März 2026, Einreichung der Unterlagen
- Frühling 2026, Entscheid Siegerprojekt mit anschliessender Vernissage für die Bevölkerung
Nach Abschluss des Projektwettbewerbs beginnt die zweite Planungsphase mit der detaillierten Ausarbeitung des Projekts unter Mitwirkung der Baukommission. Für diese Phase ist ein zusätzlicher Planungskredit erforderlich.
Faktenblätter Standorte
Aufgrund der öffentlichen Diskussionen zum Projektstandort hat das Büro für Bauökonomie die relevanten Aspekte der Machbarkeitsstudie sowie ergänzende Abklärungen in Faktenblättern dokumentiert.
Überarbeitetes Programm zum Projektwettbewerb (7. Oktober 2025)
Ende September 2025 hat der Gemeinderat das Programm zum Projektwettbewerb unter Berücksichtigung der Rückmeldungen aus der Bevölkerung überarbeitet. Dabei wurde entschieden, den Perimeter 2 ebenfalls in das Programm aufzunehmen. Zudem erhöhte der Gemeinderat die Anzahl der vorgesehenen Parkplätze von ursprünglich 36-56 auf neu mindestens 46-56.
Orientierungsversammlung (15. September 2025)
Am 15. September 2025 fand eine Orientierungsversammlung für die Bevölkerung zum Projekt „Neubau Doppelturnhalle mit Schulraumerweiterung und Zentrumsgestaltung“ statt. Dabei wurde über den aktuellen Projektstand, die nächsten Schritte und die beteiligten Akteure informiert. Die vorgestellte Machbarkeitsstudie prüfte mehrere Standortvarianten. Variante 1 (grosser Perimeter mit Integration von Schule, Kirche und Generationenplatz) wurde als am besten machbar empfohlen. Die Varianten 2 und 4 weisen finanzielle oder technische Herausforderungen auf, Variante 3 gilt als nicht umsetzbar (siehe dazu die entsprechenden Faktenblätter).
In der Versammlung wurden verschiedene Anregungen und Fragen eingebracht, unter anderem der Vorschlag für einen Anbau an die bestehende Mehrzweckhalle (Variante 4) sowie Themen wie Parkierung, Gestaltung des Generationenplatzes, Hallenhöhe und Standortwahl.
Präqualifikation (2. September 2025)
Die Präqualifikation dient dazu, geeignete Teams (bestehend aus je einem Planungsbüro für den Bereich Bau und den Bereich Umgebung) für den anschliessenden Projektwettbewerb auszuwählen. Insgesamt sollen maximal acht Teams – darunter bis zu vier Nachwuchsbüros – zur Teilnahme zugelassen werden.
Teilnahmeberechtigt an der Präqualifikation sind Planungsbüros mit Sitz in der Schweiz oder in einem GATT/WTO-Staat, sofern keine Interessenkonflikte bestehen. Arbeitsgemeinschaften (ARGE) werden nicht zugelassen. Die Bewertung erfolgt zu 70 % nach architektonischer Qualität, Funktionalität und Vergleichbarkeit und zu 30 % nach Kriterien der Landschaftsarchitektur. Besonders innovative Nachwuchsbüros werden dabei speziell berücksichtigt.
Die Präqualifikation umfasst die Vorprüfung der Unterlagen, die Beurteilung durch das Preisgericht, die Auswahl der Teilnehmenden für den Wettbewerb und die Mitteilung der Entscheidung. Die Präqualifikation wird vom Preisgericht gemeinsam mit den Experten durchgeführt.
Die Präqualifikation fand am Dienstag, den 2. September 2025, statt. Dabei wurden die acht folgenden Teams ausgewählt, die nun am Projektwettbewerb teilnehmen:
- Bünzli & Courvoisier Architekten AG, Zürich
- Lars Ruge Landschaften GmbH, Zürich
- Bürgi Burkhard von Euw, Luzern
- LAND SCHAFFT GmbH, Sursee
- Guignard & Saner Architekten AG, Zürich
- Berchtold.Lenzin Zürich GmbH, Zürich
- Huber Waser Mühlebach Architektur ETH SIA BSA, Luzern
- Uniola AG, Zürich
- NOSU Architekten GmbH, Zürich
- vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich
- nuar GmbH, Zürich
- Studio Vulkan Landschaftsarchitektur AG, Zürich
- NYX ARCHITECTES GMBH ETH SIA REG. A, Zürich
- Eberli Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
- Weyell Zipse Architekten, Basel
- ghiggi paesaggi Landschaft & Städtebau GmbH, Zürich
Gemeindeversammlung (3. Juni 2025)
An der Gemeindeversammlung vom 3. Juni 2025 hat der Gemeinderat unter dem Traktandum „Diverses“ über den aktuellen Projektstand informiert.
Programm zur Präqualifikation und zum Projektwettbewerb (26. Mai 2025)
Das Programm zur Präqualifikation und für den Projektwettbewerb wurde vom Büro für Bauökonomie in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und den direkten Anspruchsgruppen erarbeitet. Dieses dient als Basis für die weitere Planung.
Die Aufgabenstellung wurde ebenfalls festgelegt. Auf Grundlage der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurde für den Neubau der Doppelsporthalle der Perimeter 1 am Standort der bestehenden Einfachturnhalle gewählt. Zudem wurde das Raumprogramm definiert. Es umfasst eine Doppelturnhalle (welche sich an die Vorgaben des Bundesamts für Sport orientiert) mit dazugehörenden Räumlichkeiten (Garderobe, Duschen, WC), einen Mehrzweckraum, vier Schulzimmer mit Gruppenräumen, eine öffentliche Aussentoilette, einen Schiesskeller, Räume für die Hauswartung und Kellerräume (siehe auch die Faktenblätter).
Preisgericht und Experten
Damit das Bauvorhaben fachlich wie auch politisch korrekt umgesetzt wird, hat der Gemeinderat wie es bei solchen Vorhaben heute üblich ist, ein Sachpreisgericht, ein Fachpreisgericht und ein Expertenteam zusammengestellt.
Das Sachpreisgericht
Das Sachpreisgericht vertritt die Bedürfnisse und Interessen der Auftraggeberin – in diesem Fall der Gemeinde Nebikon. Es setzt sich zusammen aus zwei Mitgliedern des Gemeinderates (Ressorts Bau/Infrastruktur und Finanzen) sowie einem Mitglied der Bildungskommission.
Das Fachpreisgericht
Das Fachpreisgericht besteht aus Fachleuten aus den relevanten Bereichen, in denen der Wettbewerb durchgeführt wird. Im aktuellen Verfahren gehören dazu drei Architekten und eine Landschaftsarchitektin. Sie bringen ihre Fachkompetenz ein, um die im Wettbewerbsprogramm definierten Ziele zu erreichen – zum Beispiel in Bezug auf Architektur, Freiraumgestaltung, Funktionalität, Konstruktion und Materialwahl. Das Fachpreisgericht berät die Gemeinde dabei unabhängig und nach bestem Wissen und Gewissen.
Das Expertenteam
Das Expertenteam setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern jener Gruppen zusammen, die vom Gemeinderat als besonders wichtig für das Projekt eingestuft wurden. Ziel ist es, verschiedene Perspektiven einzubringen und gleichzeitig effizient und zielgerichtet zu arbeiten. Das Expertenteam sorgt dafür, dass die Bedürfnisse der jeweiligen Anspruchsgruppen in die Aufgabenstellung einfliessen und bei der Auswahl des Siegerprojekts berücksichtigt werden.
Sachpreisgericht mit Stimmrecht
- Marco Baumgartner, Gemeinderat Ressort Bau und Infrastruktur, Gemeinde Nebikon
- Stefan Rogger, Gemeinderat Ressort Finanzen, Gemeinde Nebikon
- Marcel Graf, Bildungskommission, Gemeinde Nebikon
Fachpreisgericht mit Stimmrecht
- Christina Leibundgut, dipl. Architektin MA FH SIA, MAS ETH GTA, Knüsel Leibundgut Architektur, Zürich/Basel
- Ivo Lütolf, dipl. Architekt HTL SIA BSA, Lütolf und Scheuner Architekten, Luzern
- Thomas Friberg, dipl. Architekt ETH SIA, pool Architekten, Zürich
- Isabelle Duner, Landschaftsarchitektin, Dipl. Arch. ETH, mavo GmbH, Zürich
Expertenteam ohne Stimmrecht
- Fabio Pfister, Vertreter Turnverein
- Sara Schuppan, Sozialraumorientierte Schule, Schule Nebikon
- Wolfgang Abt, Kommission für Altersfragen Nebikon
- Markus Müller, Pfarreileiter / Kirchenrat Nebikon
- Isabelle Scheidegger, Familienrunde Nebikon
- Conrad Bissegger, Controllingkommission Nebikon
- Simon Bisang, Geschäftsführer Gemeinde Nebikon
- Isabella MeiliRigert, Denkmalpflege Kanton Luzern
- Thomas Vonarburg, Kost + Partner AG, Sursee (baurechtliche Vorprüfung)
- Edith Portmann, Büro für Bauökonomie AG, Kriens
- Vera Roos, Büro für Bauökonomie AG, Kriens
In der aktuellen Projektphase sind die betroffenen Anspruchsgruppen im Rahmen der Expertengruppe aktiv eingebunden.
Machbarkeitsstudie (Frühjahr 2025)
Im Frühjahr 2025 hat das Büro für Bauökonomie eine Machbarkeitsstudie zum Projekt erstellt. Es wurden unter anderem baurechtliche Vorgaben, der Raumbedarf, mögliche Standorte und die voraussichtlichen Kosten untersucht. Das Dokument zählt zu den Grundlagen für den Projektwettbewerb.
Für den Neubau wurden zwei Standortvarianten untersucht:
Variante 1 sieht die Realisierung auf den Parzellen 71 und 85 bei der bestehenden alten Turnhalle vor. Sie ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des Schulareals und bietet die Chance, das Zentrum unter Einbezug von Schule, Kirche, Verwaltung und dem geplanten Generationenplatz aufzuwerten. Dadurch könnte die Dominanz der Parkierung reduziert und ein Mehrwert für die gesamte Bevölkerung geschaffen werden.
Variante 2 würde die Doppelturnhalle auf Parzelle 65 hinter der Mehrzweckhalle platzieren. Zwar könnte während der Bauzeit die bestehende Halle weitergenutzt werden, jedoch sind die Platzverhältnisse eng und es wären Ersatzflächen für Spielwiese und Laufbahn erforderlich. Zudem müsste die unterirdische Zivilschutzanlage angepasst werden. Eine eigentliche Aufwertung des Zentrums wäre mit dieser Variante nicht verbunden.
Die geschätzten Baukosten inklusive des zusätzlichen Schulraums betragen für die Variante 1 rund 20 Millionen Franken und für die Variante 2 rund 23 Millionen. Variante 1 bietet einen zusätzlichen Nutzen durch die bessere Einbindung von Schule, Kirche und Verwaltung und wird daher für den Projektwettbewerb empfohlen. Der Gemeinderat verfolgt das Ziel, das Projekt innerhalb des vorgesehenen Kostenrahmens von 20 Millionen Franken zu realisieren.
Meilensteine
| Sommer 2025 | Präqualifikation zum Projektwettbewerb |
| Herbst 2025 | Start Projektwettbewerb |
| Frühling 2026 |
Vernissage, Ausstellung Projektwettbewerb
|
| Frühling 2027 | Bauprojekt und Kostenvoranschlag |
| Frühling/Sommer 2027 | Ausgabenbewilligung für Baukredit |
| Herbst 2027 | Baubeginn |
| Ende 2028 | Bezug |
Projektbegleitung (ab Januar 2025)
Nach der Genehmigung des Budgets 2025 – in dem der Planungskredit für das Projekt Neubau Doppelturnhalle enthalten war – hat der Gemeinderat das Büro für Bauökonomie, Kriens für die Begleitung, die Machbarkeitsstudie und den selektiven Wettbewerb beigezogen.
Erster Planungskredit (Dezember 2024)
An der Gemeindeversammlung vom Montag, 2. Dezember 2024, hat der Gemeinderat mit dem Budget 2025 einen ersten Planungskredit von CHF 390'000 für das Projekt Neubau Doppelturnhalle mit Schulraumerweiterung und Zentrumsgestaltung eingeholt.
Bedarf und Ziel
Die Gemeinde Nebikon steht vor wachsenden Herausforderungen im Bereich Sport, weil die bestehenden Turnhallen den heutigen Bedarf für die Schule und die Vereine nicht mehr decken. Zudem entspricht die alte Turnhalle (Baujahr 1951) nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Ebenfalls sind die Räume der Schule für die vielfältigen Schulangebote zu knapp. Des Weiteren besteht aus der Bevölkerung der Wunsch, das Dorfzentrum gestalterisch aufzuwerten.
Geplant ist deshalb der Bau einer Doppelturnhalle mit zusätzlichen Räumlichkeiten für die Schule. Ergänzend dazu soll die Zentrumsgestaltung in Angriff genommen sowie ein Generationenplatz realisiert werden.