An der Gemeindeversammlung vom 8. Juni wurde das Projekt für die neue Doppelturnhalle mit Schulraumerweiterung und Zentrumsgestaltung in Nebikon noch einmal vorgestellt. Die Diskussion verlief engagiert, zeigte aber klar: Hinter dem Siegerprojekt steht eine breite Unterstützung.
Grosses Interesse und viel Zuspruch für «Krokodil»
Mit dem Projekt «Krokodil» plant die Gemeinde Nebikon einen Neubau einer Doppelturnhalle, zusätzliche Schulräume sowie eine Neugestaltung des Zentrums. An der Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2026 informierte der Gemeinderat über den aktuellen Stand. Eine Beschlussfassung fand noch nicht statt – diese ist für den 26. August 2026 vorgesehen.
Gemeindepräsidentin Chantal Hofer betonte, dass das Projekt das Ergebnis eines sorgfältigen Prozesses sei: «Wir haben sorgfältig geprüft, wie wir ein nachhaltiges Projekt schaffen können, das unser Dorfzentrum langfristig stärkt.» Der Gemeinderat sei überzeugt, mit der gewählten Lösung einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Gemeinde zu machen.
Krokodil überzeugte die Jury einstimmig
Auch Gemeinderat Stefan Rogger ordnete das Projekt ein: «Die Schule benötigt mehr Raum. Gleichzeitig gab es Wünsche aus der Bevölkerung für eine Aufwertung des Aussenraums.» Auf dieser Grundlage habe die Gemeinde einen Wettbewerb mit acht Teams durchgeführt, aus dem das Projekt «Krokodil» einstimmig als Sieger hervorgegangen sei. Es erfülle die funktionalen, ortsbaulichen und wirtschaftlichen Anforderungen am besten und bringe einen grossen Mehrwert für Schule und Dorf.
In der Präsentation von Huber Waser Mühlebach Architektur wurde deutlich, dass das Projekt bewusst kompakt gedacht ist. Die Turnhalle sei im Untergeschoss angeordnet, darüber entstehe zusätzliche Schulräume. Dadurch bleibe Raum für attraktive Aussenflächen, insbesondere für einen neuen Generationenplatz mit integriertem Aussenklassenzimmer. Das Gebäude soll als platzsparende Holzkonstruktion realisiert werden und bildet zusammen mit dem neu gestalteten Umfeld einen attraktiven Treffpunkt für die Bevölkerung, erklärte Architekt Thom Huber.
Die anschliessende Diskussion wurde engagiert und fair geführt. Dabei kamen auch die kritischen Stimmen ausführlich zu Wort. Einzelne Votanten stellten den Standort im vorderen Teil des Areals infrage oder äusserten Bedenken bezüglich der Kosten von rund 20 Millionen Franken. Auch die Aufteilung der Turnhallenstandorte sowie der Einbezug der Bevölkerung im bisherigen Prozess wurden thematisiert. Zudem wurde angeregt, Alternativen vertieft zu prüfen oder den eingeschlagenen Weg nochmals zu überdenken.
Bedürfnisse der Schule und Vereine
Deutlich zu vernehmen waren jedoch auch die zahlreichen positiven Stimmen aus der Versammlung. Vertreterinnen und Vertreter von Schule, Vereinen sowie verschiedene Personen aus dem Dorf stellten sich klar hinter das Siegerprojekt. Sie hoben hervor, dass die Bedürfnisse der Schule ernst genommen und in die Planung integriert worden seien. Die neue Doppelturnhalle schaffe dringend benötigten Raum und ermögliche gleichzeitig eine bessere Nutzung für den Vereinssport.
Mehrfach wurde betont, dass das Projekt nicht nur funktional überzeugt, sondern auch einen Mehrwert für die Entwicklung des Dorfes bietet.
Der geplante Generationenplatz und die neuen Aussenräume könnten zu einem lebendigen Zentrum für die gesamte Bevölkerung werden. Auch die Flexibilität der neuen Schulräume und die langfristige Planungssicherheit wurden als grosse Vorteile hervorgehoben. Insgesamt entstand der Eindruck, dass viele Anliegen aufgenommen und in eine ausgewogene Lösung überführt worden sind.
Mehrwert für kommende Generationen
Gemeinderat Stefan Rogger richtete den Blick zudem nach vorne. Am 26. August 2026 werde die Gemeindeversammlung über den Planungskredit abstimmen. Eine Ablehnung hätte zur Folge, dass sich das Projekt um einige Jahre verzögern würde und dadurch zu wenig Räume für Schule und Vereine zur Verfügung stehen würden. Er zeigte sich überzeugt, dass mit «Krokodil» eine tragfähige und zukunftsgerichtete Lösung vorliege: Das Projekt nehme zahlreiche Wünsche aus der Bevölkerung auf, stärke die Gemeinde und schaffe einen nachhaltigen Mehrwert für kommende Generationen.
